Erfolgsstories
13.02.2019

Präsent, konsequent und zukunftsorientiert

Die Waffen der Polizei und warum sich in München eigentlich niemand fürchten muss. Pressesprecher Marcus da Gloria Martins gewährt einen Blick hinter die Kulissen.

W ir werden immer mehr, bleiben aber spitzenmäßig sicher. Ehrlich? Gefühlt? Und wenn ja, womit und mit wem genau ist das möglich? Wir wollten konkrete Details zur Sicherheit in München und bohrten nach.

Es läuft gut mit der Polizei. Ein Grund für „Dienst nach Vorschrift“ oder gar zum bequemen Zurücklehnen?
Marcus da Gloria Martins: Keineswegs. Das Sicherheitsniveau in München ist zwar äußerst hoch, aber kein Grund für uns, sich darauf auszuruhen. Wo noch was geht, verbessern wir uns, investieren in Equipment oder gutes Personal oder testen neue Methoden.

Zum Beispiel?
da Gloria Martins: Ein spezielles Messengersystem, die aktuellsten und besten Smartphones, ein ganzes Bündel an Maßnahmen, spannende Pilotprojekte wie aktuell die sogenannten Super-Recogniser – auf Deutsch: Gesichterprofis. Wir haben 37 solche Talente bei der Münchner Polizei.

Was genau steckt dahinter?
da Gloria Martins: Super-Recogniser sind Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Sie erkennen zielsicher Gesichter. Nach einem flüchtigen Kontakt, nach vielen Jahren, nach unscharfen Fotos oder Videoaufnahmen. Nur ein bis zwei Prozent der Weltbevölkerung verfügen über dieses Talent. Wir haben diese Spezialisten unter anderem beim vergangenen Oktoberfest bereits erprobt.

Was hat die Münchner Polizei sonst noch, was andere nicht haben?
da Gloria Martins: Da gibt es einige Aspekte, die uns organisatorisch von anderen Großpräsidien abheben, wie HvDs – Höhere Beamte vom Dienst. Rund um die Uhr ist einer davon im Außendienst unterwegs. Der Vorteil: Ein HvD hat eine spezielle Ausbildung für größere Einsatzlagen und kann sofort die Leitung übernehmen. Er muss also nicht erst herausgeklingelt werden oder anfahren. Das macht uns besonders schnell. Wir sind dadurch strukturiert und zielgerichtet. Denken Sie nur an den Amoklauf im Olympia-Einkaufszentrum im Juli 2016: Mit Eintreffen der Polizei ist der Bevölkerung nichts mehr passiert.

Sind die Münchner seitdem „krisenkompetenter“ geworden?
da Gloria Martins: Meiner persönlichen Einschätzung nach Nein. Großstädter leben just in time. Vorbereitungen wie Vorräte anlegen geht am Zeitgeist vorbei. Lieber deckt man sich täglich nach der Arbeit spontan im Supermarkt mit dem Nötigsten ein. Das Gefährdungsempfinden für Terror und den Alltag ist häufig niedrig. Aber eigentlich ist das ja durchaus positiv.

Oder blauäugig?
da Gloria Martins: Die Münchner Polizei setzt stark auf eine sichtbare Präsenz im Vergleich zu anderen Großstädten. Wir sind innerhalb weniger Minuten vor Ort. Wir sind streng, aber nett, dann, wenn es nötig wird, unbequem – zum Beispiel, wenn es um Platzverweise im Bereich des Hauptbahnhofs geht. Zudem werden wir von zuverlässigen Partnern wie dem „Bayerischen Verband für Sicherheit in der Wirtschaft“ unterstützt oder von der Bundespolizei. Dazu kommen unsere ca. 70 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Sicherheitswacht. Diese „Augen des Bürgers“ gewährleisten eine besondere Bürgernähe. Die Frage ist doch eher: Was schürt Kriminalitätsfurcht noch? Was bewirkt die Dauerberieselung mit angstmachenden Schlagzeilen aus den stummen Zeitungsverkäufern?

Angst, Vergewaltigungen, Einbrüche, Überfälle – kann sich jeder selbst dagegen schützen? Wenn ja, wie?
da Gloria Martins: Da gibt es viele Möglichkeiten. Aufmerksam sein. In Einbruchschutz investieren, denn der Einbrecher möchte innerhalb weniger Sekunden zum Erfolg gelangen. Nahezu die Hälfte aller Einbrüche bleibt im Versuchsstadium stecken. Ein Grund dafür ist unter anderem auch die wirksame technische Prävention. Wissen, wer meine Nachbarn sind und hier für mehr Nähe oder Kontakt sorgen. Selbstbewusst auftreten, aufrecht gehen. Fenster nicht unbedingt gekippt lassen und nicht mit dem Handy am Ohr Auto fahren. Und – klingt banal, ist es aber nicht: einfach vernünftig sein.

Präsent, konsequent und zukunftsorientiert

Die Waffen der Polizei und warum sich in München eigentlich niemand fürchten muss. Pressesprecher Marcus da Gloria Martins gewährt einen Blick hinter die Kulissen.

W ir werden immer mehr, bleiben aber spitzenmäßig sicher. Ehrlich? Gefühlt? Und wenn ja, womit und mit wem genau ist das möglich? Wir wollten konkrete Details zur Sicherheit in München und bohrten nach.

Es läuft gut mit der Polizei. Ein Grund für „Dienst nach Vorschrift“ oder gar zum bequemen Zurücklehnen?
Marcus da Gloria Martins: Keineswegs. Das Sicherheitsniveau in München ist zwar äußerst hoch, aber kein Grund für uns, sich darauf auszuruhen. Wo noch was geht, verbessern wir uns, investieren in Equipment oder gutes Personal oder testen neue Methoden.

Zum Beispiel?
da Gloria Martins: Ein spezielles Messengersystem, die aktuellsten und besten Smartphones, ein ganzes Bündel an Maßnahmen, spannende Pilotprojekte wie aktuell die sogenannten Super-Recogniser – auf Deutsch: Gesichterprofis. Wir haben 37 solche Talente bei der Münchner Polizei.

Was genau steckt dahinter?
da Gloria Martins: Super-Recogniser sind Menschen mit besonderen Fähigkeiten. Sie erkennen zielsicher Gesichter. Nach einem flüchtigen Kontakt, nach vielen Jahren, nach unscharfen Fotos oder Videoaufnahmen. Nur ein bis zwei Prozent der Weltbevölkerung verfügen über dieses Talent. Wir haben diese Spezialisten unter anderem beim vergangenen Oktoberfest bereits erprobt.

Was hat die Münchner Polizei sonst noch, was andere nicht haben?
da Gloria Martins: Da gibt es einige Aspekte, die uns organisatorisch von anderen Großpräsidien abheben, wie HvDs – Höhere Beamte vom Dienst. Rund um die Uhr ist einer davon im Außendienst unterwegs. Der Vorteil: Ein HvD hat eine spezielle Ausbildung für größere Einsatzlagen und kann sofort die Leitung übernehmen. Er muss also nicht erst herausgeklingelt werden oder anfahren. Das macht uns besonders schnell. Wir sind dadurch strukturiert und zielgerichtet. Denken Sie nur an den Amoklauf im Olympia-Einkaufszentrum im Juli 2016: Mit Eintreffen der Polizei ist der Bevölkerung nichts mehr passiert.

Sind die Münchner seitdem „krisenkompetenter“ geworden?
da Gloria Martins: Meiner persönlichen Einschätzung nach Nein. Großstädter leben just in time. Vorbereitungen wie Vorräte anlegen geht am Zeitgeist vorbei. Lieber deckt man sich täglich nach der Arbeit spontan im Supermarkt mit dem Nötigsten ein. Das Gefährdungsempfinden für Terror und den Alltag ist häufig niedrig. Aber eigentlich ist das ja durchaus positiv.

Oder blauäugig?
da Gloria Martins: Die Münchner Polizei setzt stark auf eine sichtbare Präsenz im Vergleich zu anderen Großstädten. Wir sind innerhalb weniger Minuten vor Ort. Wir sind streng, aber nett, dann, wenn es nötig wird, unbequem – zum Beispiel, wenn es um Platzverweise im Bereich des Hauptbahnhofs geht. Zudem werden wir von zuverlässigen Partnern wie dem „Bayerischen Verband für Sicherheit in der Wirtschaft“ unterstützt oder von der Bundespolizei. Dazu kommen unsere ca. 70 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Sicherheitswacht. Diese „Augen des Bürgers“ gewährleisten eine besondere Bürgernähe. Die Frage ist doch eher: Was schürt Kriminalitätsfurcht noch? Was bewirkt die Dauerberieselung mit angstmachenden Schlagzeilen aus den stummen Zeitungsverkäufern?

Angst, Vergewaltigungen, Einbrüche, Überfälle – kann sich jeder selbst dagegen schützen? Wenn ja, wie?
da Gloria Martins: Da gibt es viele Möglichkeiten. Aufmerksam sein. In Einbruchschutz investieren, denn der Einbrecher möchte innerhalb weniger Sekunden zum Erfolg gelangen. Nahezu die Hälfte aller Einbrüche bleibt im Versuchsstadium stecken. Ein Grund dafür ist unter anderem auch die wirksame technische Prävention. Wissen, wer meine Nachbarn sind und hier für mehr Nähe oder Kontakt sorgen. Selbstbewusst auftreten, aufrecht gehen. Fenster nicht unbedingt gekippt lassen und nicht mit dem Handy am Ohr Auto fahren. Und – klingt banal, ist es aber nicht: einfach vernünftig sein.

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